Mit der Trauer leben

 

Die Botschaft der Bibel vermag zu trösten, wo anderer Trost nicht mehr zu greifen ist. Einige Trostwort haben wir für Sie hier zusammengestellt.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, dein Stecken und Stab trösten mich.
Psalm 23,4

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den größten Nöten, die uns getroffen haben. So spricht der Herr: Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin.
Psalm 46,2.11a

Gott behütet mich vor allem Bösen. Gott behütet mich vom Anfang bis zum Ende und seine Liebe hört niemals auf.
Psalm 121,7-8

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Psalm 139,5

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein, spricht Gott, der Herr.
Jesaja 43,1

Ich habe dich getragen vom Mutterleib an, und ich will dich auch künftig tragen. Ich bleibe für dich da.
Jesaja 46,3+4

Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.
Jesaja 54,10

Ich will dich trösten, wie eine Mutter tröstet.
Jesaja 66,13

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.
Lukas 21,28b

In deine Hände, Gott, lege ich mein Leben.
Lukas 23,46

Ich bin gewiss, dass mich auch der Tod nicht von der Liebe Gottes scheiden kann.
Römerbrief 8,38

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.
1.Petrus 1,3

Jesus Christus spricht: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
Offenbarung des Johannes 1,17-18

Gott wird abwischen alle Tränen Der Tod wird nicht mehr sein. Es wird kein Leiden, kein Schreien, kein Klagen mehr geben.
Offenbarung des Johannes 21,4

 

14 Punkte, die helfen können, mit der Trauer zu leben

  • Akzeptieren Sie die Trauer. Lassen Sie sich von Ihren Wellen tragen. Versuchen Sie nicht, „gefasst" zu sein. Nehmen Sie sich Zeit, zu weinen und zu trauern. Dies gilt auch für Männer. 
  • Reden Sie über Ihren Verlust. Teilen Sie Ihre Trauer innerhalb der Familie mit, versuchen Sie nicht, andere durch Schweigen zu schützen. Suchen Sie einen Freund, eine Freundin auf, mit dem/der Sie sprechen können. Jemanden, der zuhören kann. Vielleicht jemanden, der ähnliches erlebt hat. 
  • Beschäftigen Sie sich. Erledigen Sie eine Arbeit, die Ihre Gedanken in Anspruch nimmt. Vermeiden Sie jedoch hektische Aktivitäten.
  • Seien Sie gut zu sich selbst. Sie selbst sind wichtig und auch Ihr Leben ist wichtig.
  • Ernähren Sie sich richtig. ln dieser Zeit der emotionalen und physischen Erschöpfung braucht Ihr Körper mehr als sonst gute Nahrung.
  • Bewegen Sie sich. Kehren Sie zu guten alten Erfahrungen zurück oder beginnen Sie neu. Eine halbe oder eine Stunde Spazierengehen täglich ist ideal für viele Menschen.
  • Versuchen Sie, angemessen mit Schuldgefühlen umzugehen. Sie haben sicher das Beste getan, das Sie tun konnten. Auch wenn Sie Fehler gemacht haben. Lernen Sie zu akzeptieren: Wir alle machen Fehler. Nur im Nachhinein kann man alles besser machen.
  • Falls Sie überzeugt sind, dass Sie Schuld auf sich geladen haben: Suchen Sie den Rat eines Seelsorgers oder eines Psychologen. Es ist wichtig, dass Sie sich selbst vergeben können oder Vergebung finden.
  • Behalten Sie Kontakt zu alten Freunden. Dies kann schwierig sein. Manche geraten in Verlegenheit bei Ihrer Anwesenheit, aber das wird vorübergehen. Und wenn es Ihnen gelingt, sprechen Sie und geben Sie sich so wie, Sie sind, ohne das Thema Ihres Verlustes oder Ihre Trauer auszuklammern.
  • Verschieben Sie wichtige Entscheidungen. Warten Sie, bevor Sie sich z.B. entschließen, Ihre Wohnung aufzugeben und eine neue zu suchen.
  • Führen Sie ein Tagebuch, wenn Sie gern schreiben. Dadurch lernen Sie, Ihre Emotionen auszudrücken und können Veränderungen und Ihren eigenen „Fortschritt" beobachten.
  • Verwandeln Sie Trauer in kreative Energie oder in Tun. Sie kennen sicher Menschen, die Ihre Unterstützung brauchen. Wenn Sie anderen helfen, ihre Last zu tragen, wird Ihre eigene leichter.
  • Nutzen Sie Ihre Kirchenzugehörigkeit, falls Sie eine haben. Wenn Sie bisher inaktiv waren, könnte dieses die Zeit sein, eine neue Aktivität zu entwickeln. Die Bibel sagt viel aus über das Trauern. Auch alte Kirchenlieder und Psalmen sind tröstlich und können ihre "therapeutische", heilsame Wirkung in der Trauerarbeit entfalten.
  • Suchen Sie gegebenenfalls fachlichen Beistand. Manchmal genügen schon einige Begegnungen oder Sitzungen mit einem erfahrenen Berater, einem Psychologen, Therapeuten, Seelsorger oder Trauerbegleiter, um Hilfe zu bekommen. Das macht alles leichter.
  • Sie sind nicht allein. So tief ihre Trauer auch sein mag - Sie sind nicht allein. Andere werden Ihnen helfen, Ihre Last zu tragen.
Link zum runden Tisch Trauerarbeit https://www.trauernetzwerk-hochrhein.de/