Konfirmations-Gottesdienst

 

Wer wird konfirmiert?
Am Ende der Konfirmandenzeit steht der feierliche Konfirmations-Gottesdienst. Jedenfalls für diejenigen, die sich konfirmieren lassen möchten. Falls Jugendliche nach der Konfi-Zeit sagen „Nein, das ist (noch) nicht meine Sache“, respektieren wir das und bitten auch die Eltern, das zu respektieren. Aber natürlich freuen wir uns über alle, die ihren Lebensweg als Christen gehen wollen.

Gibt es Konfirmations-Prüfungen?
Früher wurden die Konfis am Ende der Konfirmand/innen-Zeit in einer richtigen Prüfung nach ihrem Wissen gefragt. Das gibt es heute kaum noch. Nicht was Jugendliche auswendig lernen, ist uns wichtig, sondern dass sie etwas „inwendig“ lernen: Die Konfis beschäftigen sich intensiv mit einem Thema, bilden sich dazu eine eigene Meinung und gestalten dann selbst einen Gottesdienst für die Gemeinde. 

Der Gottesdienst
In diesem Gottesdienst stehen die Konfirmandinnen und Konfirmanden im Mittelpunkt. Sie ziehen feierlich in die Kirche ein, meistens haben sie sich dazu besonders angezogen. Sie sprechen mit der Gemeinde zusammen ihren Glauben aus und treten in kleinen Gruppen vor den Altar. Sie werden beim Namen genannt. Ihr Konfirmationsspruch aus der Bibel wird verlesen. Zum Segen werden ihnen die Hände aufgelegt. Die Konfirmationsgottesdienste werden musikalisch besonders gestaltet. Auch das Abendmahl wird am Konfirmationswochenende gefeiert.

Der Konfirmationsspruch
Bei der Konfirmation wird ein Konfirmationsspruch vorgelesen. Das ist ein Vers aus der Bibel – wie ein Motto für den künftigen Lebensweg mit Gott. Er kann den Wunsch nach Geborgenheit und Schutz ausdrücken. Er kann von Verantwortung und Glauben reden. Auf jeden Fall soll dieser Bibelvers auch zur eigenen Person passen. Darum können die Konfirmand/innen bei uns ihren Konfirmationsspruch selbst vorschlagen.

Wie findest du deinen Spruch?
- blättere in der Bibel (z.B. Psalmen, Jesaja, Evangelien)
- auch in der Konfi-Zeit wird immer wieder in der Bibel gelesen
- rede mit deinen Eltern, Großeltern oder Pat/innen
- im Internet gibt es Seiten, auf denen Konfisprüche vorgestellt und erläutert werden, z.B.: im Konfiweb  oder auf Konfispruch.de  - wenn du weißt, was in deinem Vers gesagt werden soll, aber du findest keinen Spruch, der das aussagt – dann sprich deine/n Pfarrer/in an.

Was ziehe ich zur Konfirmation an?
Da gibt es keine Vorschriften. Nicht die Kleider, sondern die Menschen werden gesegnet. Du musst dich in deinen Kleidern bei dem festlichen Gottesdienst wohl fühlen können. Sprich am Besten mit deinen Eltern und Freund/innen. 

Darf man im Konfirmationsgottesdienst fotografieren und filmen?
Erinnerungsfotos sind etwas Schönes. Aber ein feierlicher Gottesdienst ist keine Pressekonferenz. Bei Blitzlichtgewitter und herumlaufenden Kameraleuten werden alle abgelenkt. Darum wird bei uns im Konfirmationsgottesdienst nicht fotografiert oder gefilmt.
Allerdings machen wir ein gemeinsames Gruppenfoto. Und beim Einzug in die Kirche und nach dem Gottesdienst ist reichlich Gelegenheit für weitere Fotos – wo und mit wem auch immer. 

Was ist mit den Paten und Patinnen?
Paten und Patinnen haben bei deiner Taufe versprochen, dich im christlichen Glauben erziehen zu helfen. Mit der Konfirmation übernimmst du nun selbst die Verantwortung für deinen Glauben - deine Patinnen und Paten werden quasi "arbeitslos". Sie können aber natürlich weiterhin oder neu wichtige Ansprechpartner/innen für deine (Glaubens-)Fragen sein. 

Was ist die Aktion „Konfi-Dank“
Zur Konfirmation gibt es bei vielen Geschenke, auch Geld. Die Aktion „Konfi-Dank“ erinnert daran, dass Christen miteinander teilen. Darum werden die Konfis um eine freiwillige (!) Spende gebeten. Mit dem Geld werden Projekte in Deutschland oder anderen Ländern unterstützt: für Jugendliche, denen es nicht so gut geht. Natürlich kann man sich auch ein eigenes Projekt ausdenken.

Nach der Konfirmation
Gibt es in unserer Jugendarbeit verschiedene Angebote und Möglichkeiten, dabei zu bleiben. Wir freuen uns auch, wenn Ex-Konfis als Mitarbeiter/innen in Jugendgottesdiensten, in der Kinder- und Jugendarbeit oder beim nächsten Konfi-Kurs mitmachen.

Außerdem: Wer konfirmiert ist, kann selbst Patin oder Pate werden.