Bericht zur Gemeindeversammlung
Wo stehen wir? Wie geht es weiter? Aktuelles zu Personal, Gebäuden und Gemeindeleben:
Hier sind die Ergebnisse zusammengefasst.

Quelle: B. Firsching
Ergebnis Kirchenwahlen und Besetzung Gremien
Der Gemeinde wurden die Mitglieder des Kirchengemeinderats und die Besetzung der Gremien für die neue Amtsperiode 2026-2031, wie schon im Kirchenfenster berichtet, mitgeteilt.
Gebäudeplanung
Ein Hauptthema der Gemeindeversammlung war die vorgesehene Planung im Bereich der Gebäude, nachdem die Kategorisierung der Gebäude abgeschlossen ist. Der Kirchengemeinderat hat mit professioneller Unterstützung unserer Projektmanagerin, Frau Anita Bsichof, die Gebäudesituation intensiv beraten.
Wie schon berichtet sind die Christuskirche, der Paulussaal und das Gemeindezentrum Herten in die grüne Kategorie eingeteilt, das Gemeindezentrum Karsau in die gelbe und die Johanneskirche in Minseln und das Gemeindehaus Warmbach in die rote Kategorie. Für die Sanierung der grünen Gebäude wurden von der Landeskirche alle entsprechend kategorisierten Gebäude in vier Vier-Jahres Perioden eingeteilt, sogenannte Konvois. In dem Zeitrahmen der Konvois müssen die Planungen für die Sanierung und die Finanzierung fertig gestellt werden. Die eigentliche Umsetzung erfolgt dann anschließend. Für Rheinfelden gilt folgender Zeitplan: Christuskirche 1. Konvoi (2024-2027), Paulussaal 2. Konvoi (2028-2031) und GZ Herten 4. Konvoi 2026-2039.

Quelle: Openstreetmap
Bereits 2019 hatten die Ältestenkreise der damaligen Christus- und Paulus-Pfarrgemeinden beschlossen, den Standort an der Christuskirche zu stärken. Es war geplant den Paulussaal am jetzigen Standort aufzugeben und einen Paulussaal an der Christuskirche neu zu bauen. Die Anordnung eines kompletten Baustopps am 25.5.2020 verhinderte jegliche weitere Planungen. Erst mit der Strategieplanung der Landeskirche „ekiba 2032“ ab 2022, der Fusion der vier Rheinfelder Pfarrgemeinden 2023 und der „Beampelung“ der Gebäude und dem Start des Sanierungsgesamtplan 2024 war eine weitere Planung möglich. Der Kirchengemeinderat hat sich intensiv beraten unter Berücksichtigung folgende Rahmenbedingungen:
(1) Die Mitgliederzahlen werden weiter abnehmen. Basierend auf einem ca. 3%igen Rückgang werden am Ende des Zeitraums des Sanierungsgesamtplans 2039 weniger als 4000 Gemeindemitglieder prognostiziert.
(2) Die Personalsituation ist weiterhin angespannt. Zwei von drei Pfarrstellen sind nicht besetzt.
(3) Die finanzielle Ausgangslage ist relativ günstig. Die Kirchengemeinde hat seit vielen Jahren ein positives Haushaltsergebnis. Die Haushaltsmittel ermöglichten die Bildung von Substanzerhaltungsrücklagen für alle Gebäude.
(4) Der zukünftige Raumbedarf wurde detailliert ermittelt.
Aus diesen Beratungen resultierte folgende Beschlüsse:
· Die Kirchengemeinde will den Standort an der Christuskirche stärken.
· Der Standort Paulussaal wird aufgegeben.
· GZ Karsau ist auf 5 Jahre vermietet an Tüllinger Höhe Fachdienst für Kind und Familie e.V.; Gespräche mit Tüllinger Höhe laufen bezüglich eines Verkaufs.
· Grünfläche bei der Kirche Minseln bietet Potential für Veräußerung.
· Grünfläche bei der Kita in Warmbach bietet Potential zur Veräußerung.
Bei der Erörterung und weiteren Planung von möglichen Verkäufen von Liegenschaften werden folgende Prioritäten gesetzt: (1) Paulussaal, (2) GZ Karsau, (3) Wiese Warmbach, (4) Wiese Johanneskirche.
Schon auf der Gemeindeversammlung im Juli 2024 wurde für die Gebäude in der roten Kategorie bekannt gegeben, dass die Gemeinderäume im Gemeindezentrum in Warmbach an die Kita übergeben wurden und die Johannes-Kirche in Minseln weiterhin erhalten werden soll und der Unterhalt von der Kirchengemeinde aus Eigenmitteln erfolgt.
Die Kirchengemeinde ist in Gesprächen mit der Stadt über die Zukunft des Paulussaal und der zum Paulussaal gehörende Fläche. Die Stadt wird ihr Vorkaufsrecht für diese Fläche nicht in Anspruch nehmen. Kirchengemeinde und Stadt streben eine Entwicklung des Grundstücks an, die eine Wohnbebauung erlaubt. Die Planung der Wohnbebauung wird mit der Stadt abgestimmt, um dann eine Veräußerung des Grundstücks zu ermöglichen. Die benachbarte Pauluskindertagestätte ist von diesen Veränderungen nicht betroffen.
Unter diesen Bedingungen hat der Kirchengemeinderat folgende strategische Ausrichtung erarbeitet:
Der Standort an der Christuskirche soll gestärkt werden. Die Filetlage im Zentrum der Stadt bietet Möglichkeiten für eine offen, einladende, zugewandte Gemeinde mit niedrigschwelligen Angeboten und kurzen Wegen, und für Vielfalt; dieser Standort soll ein Segen sein! Der Kirchenraum der Christuskirche soll attraktiv umgestaltet werden. Es sollen keine Gemeinderäume im Sakralraum errichtet werden. Der Technikraum muss einen eigenen Zugang bekommen und Gruppenräume (für maximal 25 Personen), Sanitäranlagen und Küche sollen saniert werden.
Es sollen neue Gemeinderäume im Bereich der Christuskirche geschaffen werden, geplant ist ein Gemeindesaal (neuer Paulussaal) mit Platz für mehr als 25 Personen und bis ca. 80 Personen mit Küche, Lager, Sanitäranlagen, barrierefrei für Chorproben, Gemeindeleben mit mehr als 25 Personen, Winterkirche, Kinder- und Jugendangebote, Café, Vesperkirche zur Vertiefung des sozialdiakonischen Profils. Die Räume könnten auch vom Kinderhaus Regenbogen für Veranstaltungen genutzt werden. Für Veranstaltungen mit mehr als 80 Personen, die nicht in der Christuskirche stattfinden, könnte das Gemeindezentrum St. Josef gemietet werden.
Der Standort Herten bietet Räume für Kooperation mit der Evang. Kirchengemeinde Grenzach-Wyhlen (Kooperationsraum), dem St. Josefshaus, der katholischer Kirchengemeinde, der Ortsgemeinde und für Konfi-Arbeit, Seniorentreff, Kinder- und Jugendarbeit und Kirchenchor. Die Büroräume sind vermietet an die ambulanten Dienste des St. Josefshauses.
Die nächsten Schritte im Bereich der Gebäudeplanung sind die weitere Ermittlung und Planung des Sanierungsbedarfs der Christuskirche, die Planung der Gemeinderäume an der Christuskirche und Planung des Verkaufs des Paulussaals und des Grundstücks.
Personal
Zum 1.1.2026 wurde Frau Laura Grether für die Elternzeitvertretung von Frau Übelin als Leiterin der Krippe Warmbach angestellt. Die Kirchengemeinde ist sehr froh, dass sie trotz der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt mit Frau Grether eine äußerst kompetente und sympathische Erzieherin und Leitungskraft gewinnen konnte.
Johanna Engel absolviert ihr freiwilliges soziales Jahr in der Kirchengemeinde unter der Anleitung unserer Diakonin Joelle Böttcher. Sie arbeitet in der Jugend- und Konfirmandenarbeit mit und engagiert sich in der Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Sozialen Medien.
Unser Kantor Rainer Marbach wird im Dezember 2028 in den Ruhestand gehen. Dann wird die Kantorenstelle wegfallen. Schon jetzt laufen Planungen und Gespräche für alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Ein Teilzeit Innovations-Stellendeputat der Landeskirche, eine Kooperation mit der Musikschule Rheinfelden (Kombinationsstelle) und Stellen-Umwandlung auf Bezirksebene werden diskutiert. Auch aus diesen Gründen wurde Kooperation mit der Musikschulung in Bereich Kinderchor initiiert. Ab März 2026 erfolgt die Leitung des Kinderchors durch Frau Llúcia Julbe.

Quelle: Foto Privat
"Mein Name ist Johanna Engel und ich bin 18 Jahre alt. Ich mache seit Mitte Februar 2026 mein FSJ in der Kirchengemeinde Rheinfelden im Bereich der Jugend- und Konfirmandenarbeit. Mit liegt die Arbeit mit Jugendliche sehr am Herzen, da es mir wichtig ist, einen Ort für sie zu schaffen bei dem sie willkommen sind".
Orgelrevision
Ein weiteres Thema war die Orgelrevision. Die Renovierung der Rensch-Orgel in der Christuskirche wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Gesamtkosten lagen mit 288.000 € ca. 14.000 € unter den budgetierten Kosten bzw. verfügbaren Mittel. Damit sind die Entnahmen aus den Rücklagen der Kirchengemeinde und der Kirchenmusik geringer als geplant und können für die Renovierung der Orgel in der Johanneskirche in Minseln genutzt werden. Großzügige Förderungen durch die Stiftung Tarr, die Landeskirche und die Stadt Rheinfelden ergaben insgesamt 125.000 €. Durch Spenden standen 122.000 € zur Verfügung. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die ca. 150 Spender, die durch ihre großzügigen Spenden diese Orgelrevision erst möglich gemacht haben.
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Rheinfelden
Gemeindeleben in Rheinfelden und im Kooperationsraum
Die Gemeindeversammlung wurde über das vielfältige Gemeindeleben in Rheinfelden und im Kooperationsraum informiert. Mehrere neue Gruppen und Aktivitäten, wie z.B. der Seniorentreff „Hertener Dorfhockede“ und der Jungs-Club in Warmbach, sind trotz der angespannten Personallage entstanden. Hier sind das ehrenamtliche Engagement und die Integration der Kirchengemeinde in das soziale Netzwerk in Rheinfelden besonders hervorzuheben. Folgende Aktivitäten spiegeln ein aktives Gemeindeleben wider: Projekt-Gottesdienste, Konfirmandenarbeit, Mädelstreff und Jungschar Herten, Welt-Gebetstag, Hauskreise, Abendlob, Kirchenmusik, Café im Paulussaal, Spieleabend auf dem Dinkelberg, Samstagsgespräche, Besuchsdienste, Gemeinde unterwegs und weitere Gruppen und Kreise. Für den Kooperationsraum sind das Tauffest auf Schloss Beuggen, gemeinsame Gremiensitzungen mit Grenzach und Wyhlen und gemeinsame Gottesdienste zu nennen.
Die Kirchenmusik ist dank unseres Kantor Rainer Marbach und vieler Ehrenamtlicher weiterhin ein sehr aktiver und attraktiver Teil des Gemeindelebens.
Die Initiative „Grüner Gockel“ war äußerst erfolgreich. Seit 2009 wurden die CO2-Emissionen halbiert, hauptsächlich durch Nahwärme, Heizungssteuerung und Optimierung der Heizregime. Auch im Bereich Mobilität wurden Maßnahmen ergriffen. Mitarbeitenden der Kirchengemeinde stehen Job-Bikes und Job-Tickets zur Verfügung. Die Kirchengemeinde strebt Klimaneutralität bis 2032 an durch die Installation von Wärmepumpen und PV-Anlagen.
Das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 24.3.2026 liegt vor und kann zu den Öffnungszeiten des Pfarramtsbüros in der Müßmattstraße 2 eingesehen werden. Das Protokoll wird nicht öffentlich verteilt.








